Berufsbild

Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen sind für Menschen, deren Gesundheit beeinträchtigt ist, eine wichtige Stütze. Alle die Tätigkeiten, die der Gesunde mit Leichtigkeit beherrscht, sind für den kranken Menschen Hindernisse, bei deren Bewältigung er die Hilfe der Pflegekräfte benötigt.
Das Aufgabenfeld der Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen beschränkt sich jedoch nicht nur auf diese unterstützende Funktion. Auch die präventive Arbeit zur Vorbeugung der Entstehung von Krankheiten und zahlreiche andere Tätigkeiten fallen in den Aufgabenbereich der Pflegenden.

Aufgaben der Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Aufgabenfeld Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen stark gewandelt. Vor 15-20 Jahren war die klassische Funktionspflege in den Krankenhäusern noch weit verbreitet. In diesem System führte ein Pflegender an den Patienten jeweils nur eine ganz bestimmte Pflegemaßnahme durch. Mitte der 80er Jahre ändert das System sich dahingehend, dass ein Pfleger oder Schwester nun eine Gruppe von Patienten z. B. die Patienten eines Krankenzimmers versorgte.

Derzeit zeichnet sich eine weitere Entwicklung in der Arbeitsorganisationsform ab. Im Konzept des Primary Nursing übernimmt die Primary Nurse die Verantwortung über die Versorgung eines Patienten vom Aufnahmetag bis zur Entlassung und eventuell Überleitung in eine andere Einrichtung. Der Patienten wird nicht mehr nur auf ein spezifisches Krankheitsbild beschränkt sondern vielmehr umfassend betrachtet, vielmehr wird ein Patient selber mit in die eigene Pflege einbezogen. Dadurch bedingt können vorhandene Ressourcen besser genutzt werden. Gleichzeitig sind jedoch auch die Anforderungen an die Pflegekräfte gestiegen, da diese sowohl im medizinischen als auch psychosozialen Bereich ein umfassendes Wissen besitzen müssen.

Die Pflegenden übernehmen außerdem zunehmend eine beratende und assistierende Funktion im Zusammenhang mit der Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens. Ihre beratende und gleichzeitig präventive Tätigkeit besteht beispielsweise darin einen an Bluthochdruck erkrankten Patienten über die richtige Einnahme der Medikamente aufzuklären und ihn zu einem gesundheitsbewussten Verhalten zu motivieren. Durch diese Aufklärungsarbeit kann das Fortschreiten der Erkrankung eingeschränkt und das Auftreten von Folgeerkrankungen eventuell vermieden werden.

Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Die Schule

Die staatlich anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegeschule ist aus insgesamt drei Schulen erwachsen und bietet heute 125 Ausbildungsplätze an.

An der Schule unterrichten nicht nur hauptamtliche Lehrkräfte für Pflegeberufe, sondern auch zahlreiche Fachdozenten für Anatomie, Ernährungswissenschaften, Psychologie etc.
Die Ausbildung

Die Ausbildung an der Krankenpflegeschule gliedert sich in theoretische und praktische Abschnitte, die im Blocksystem unterrichtet werden. Blocksystem bedeutet, dass die Auszubildenden immer abwechselnd zunächst 14 Wochen theoretischen Unterricht erhalten, und dann für ca. 8 - 12 Wochen auf verschiedenen Stationen eingeteilt werden.


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